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Landwirtschaft
Wir wissen bereits, dass die gegenwärtige landwirtschaftliche Produktion nicht zukunftsfähig ist. Einerseits schadet sie Klima und Umwelt gravierend, andererseits wird sie langfristig weder die Nahrungsmittel noch die Rohstoffe für die Weiterverarbeitung in ausreichendem Maß bereitstellen können.
Ursachen liegen u.a. in der Erosion der Böden, der Trinkwasserverschmutzung, dem Verbreiten multiresistenter Keime durch zu viel Antibiotika, durch Überdüngung und Missbrauch von Schädlingsbekämpfungsmitteln usw. Eine Verbotsgesellschaft hilft aber auch nicht, die anstehenden Probleme zu lösen.
Agrarwissenschaftler wissen schon seit Jahrzehnten, wie es besser zu machen geht. Aber sie kommen weder bei der Politik noch bei den Bauern an, vor allem aus Kostensenkungsgründen und Gewinnmaximierung.
Chancen:
- Durch die Einführung von IoT und Industrie 4.0 wird es erstmals möglich, kleinere Flächen individuell mit kleineren selbstfahrenden Landmaschinen, möglichst im Schwarm, zu bearbeiten und damit die Grundlagen für einen biologischen Anbau kostengünstig zu schaffen. Damit werden völlig neue Anbaumethoden möglich, die sowohl gegen Bodenerosion als auch dem Insektenschutz als auch der biologischen Schädlingsbekämpfung entgegen kommen.
- Die gegenwärtige Massentierhaltung ist ein zu lösendes Problem. Wenn je Flächeneinheit zu viele Tiere gehalten werden entsteht automatisch ein Gülleproblem und mit ihm die Überdüngung. Entweder die Anzahl der Tiere pro Flächeneinheit beschränken oder noch sinnvoller, die Gülle in einer Biogasanlage verwerten. Sinnvoller aber ist die Umstellung der Ernährung der Menschen, da es bessere Lösungen für die Versorgung mit tierischen Eiweißen gibt.
- Umstellung der bisherigen Tierproduktion auf alternative Produkte. Ich habe kein Problem damit, Fleisch auf der Grundlage von Würmern oder Insekten oder Kunstfleisch zu verzehren, wenn man es dem fertigen Produkt nicht mehr ansieht und es lecker ist. Insekten, Würmer oder Kunstfleisch benötigten nur einen Bruchteil an Futter im Gegensatz zu Rind, Schwein oder anderen Tieren und in einer sterilen Umgebung auch keine Antibiotika. Auch das Gülleproblem entfällt, die Proteste von Tierschützern usw. und es kann eine wesentliche Mehrproduktion an Nahrungsmitteln entstehen.
- Vertikale Landwirtschaft: Diese zieht derzeit in die Städte ein, um Nahrungsmittel vor Ort zu produzieren. Es geht sowohl um Hausdächer und -fassaden als auch um Nutzung von Lagerhallen & Co. Auch hier kann Industrie 4.0 viele Vorteile bringen, wenn sie sinnvoll eingesetzt wird.
- Begrünung von Wüsten und Steppen: Hier liegt das Problem in der Bewässerung un d dem Schutz vor Verdunstung. Da aber an diesen Standorten viel erneuerbare Energie vorhanden ist muss diese kostengünstig eingesetzt werden zur Meerwasserentsalzung. Gleichzeitig kann Wasser aus der Luft in großen Mengen gewonnen werden. Auch in Anlagen mit geschlossenem Kreislauf kann die Verdunstung beherrscht werden. Es müssen nur die die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Mit diesen Maßnahmen lassen sich riesige Reserven erschließen. Alle Technologien dafür sind bekannt und müssen nur umgesetzt und genutzt werden.
https://www.geo.de/natur/oekologie/6685-rtkl-technik-wassergewinnung-aus-luft
- Nahrungsmittel aus dem Wasser:
Besonders das Meer ist für eine planmäßige Nahrungsmittelproduktion zu wenig genutzt. Gegenwärtig besteht die Produktion nur in der Überfischung. Hier bieten sowohl die Algen- als auch die Fischzucht u.a. noch riesige unerschlossen Reserven. Schließlich besteht der größte Teil der Erdoberfläche aus Wasser und nicht aus Land. Allerdings muss von Beginn an darauf geachtet werden, keinen weiteren Schaden am ökologischen Gleichgewicht anzurichten. Dann wäre das Meer mögliche größte Nahrungsmittelgrundlage in der Zukunft.
Auch die Fischzucht in Binnenseen oder in industriellen Anlagen soll Erwähnung finden.

Wie im Artikel "Wirtschaft" bereits herausgearbeitet ist für solche Lösungen eine radikale Änderung unserer Gesellschaft Voraussetzung.