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Wachstumswende - weniger ist viel mehr für alle und jeden Einzelnen (1)

Qualität, Zuverlassigkeit, Lebensdauer, Servicefreundlichkeit und hohe Recyclebarkeit an Stelle von Wegwerfgesellschaft und Müll!

Wir reden tagtäglich, dass Wachstum bis in die Unendlichkeit notwendig für den Erhalt unserer Gesellschaft wäre und alles andere in eine Rezession und damit in eine Krise führen würde. Ist das wahr? Schauen wir es uns genauer an:

1. Wir verbrauchen mehr als doppelt so viele Ressourcen in einem Jahr, wie die Erde reproduzieren kann. Es ist also abzusehen, wann das Ende erreicht ist und alles zusammen bricht. Die Hauptsache, heute geht es uns gut und nach uns die Sintflut?
Wo liegen denn die Ursachen für dieses „notwendige“ Wachstum? Es soll noch mehr produziert werden, um noch mehr Gewinne zu machen und noch mehr Müll und Abfall. Aber wie?
Wir leben in einer Überfluss- und Wegwerfgesellschaft. Wer braucht das außer den Leuten, die sich daran dumm und dämlich verdienen?

2. Mode: anstatt Produkte zu produzieren mit einer hohen Langlebigkeit und hohem Gebrauchswert werden Produkte produziert, die nach kurzer Zeit nicht mehr „modern“ sind und entsorgt werden müssen. Vor allem sehr dumme Menschen fallen auf diese Lüge herein, aber davon gibt es leider Massen zu viele.

3. Geplante Obsoleszenz: Hier werden in betrügerischer Absicht Produkte geplant und produziert, die kurz nach Ablauf der Garantie ausfallen. Dazu werden Bauteile eingebaut, die früher als Sollbruchstelle sinnvoll geplant war, die dann das gesamte Gerät außer Betrieb setzen und damit für den Käufer unbrauchbar machen. Da gleichzeitig das Gerät nicht zu vernünftigen Kosten repariert werden kann muss eine Neuanschaffung her. Bestes Beispiel ist, dass in Handys nicht mehr wie früher der Akku leicht ausgetauscht werden kann oder die Birnen in Autos, für das man jetzt schon eine Werkstatt aufsuchen muss und viele weitere Beispiele. Geplante Obsoleszenz sollte als Betrugsdelikt strafrechtlich verfolgt werden!

4. Service: Geräte werden heute so gebaut, dass sie fast nicht mehr repariert werden können. Während meines Ingenieurstudium mussten Konstruktionen nach folgenden Kriterien gestalten:
-kostengünsig und möglichst niedrigem Aufwand
- service- bzw. reparurgerecht, also mit geringem Aufwand zu reparieren
- Nach Verfügbarkeit von Material und Produktionsmaschinen
- eine hohe Qualität
- anpassbar nach einem guten Design
Die Servicefreundlichkeit stand also an zweiter Stelle gleich nach günstigen Herstellungskosten. Und heute? Heute soll immer gleich das gesamte Gerät für hunderte Euro neu gekauft werden, weil vom E-Motor die Kohlen für 20 Cent abgebrannt sind?
- Verpackungsmüllindustrie: mit Verpackungen werden jährlich Milliarden gemacht. Also jedes Jahr noch mehr Verpackungen! Und wir lassen uns das gefallen und bezahlen diesen Müll noch mit viel Geld?
Wir brauchen nicht nur eine ökologisch vertretbare Landwirtschaft, sondern auch eine ökologisch ausgerichtete Industrie! Das schließt ein gutes Design nicht aus, ganz im Gegenteil.
Produkte also, die langlebig und servicefreundlich sind. Wie viel Geld würde jeder Bürger sparen?
Wie viel weniger Material müsste eingesetzt werden, wie viel Energie müsste nicht sinnlos verbraucht werden?
Wachstumswende bedeutet also nicht, ein schlechteres Leben als bisher zu führen, sondern ein Leben mit wesentlich höherer Qualität! Weniger ist in diesem Falle also mehr!

Chancen einer Wachstumswende - stellt euch vor....:

1. Ich fahre einen teuren Mercedes, der über 95 % der Zeit nur rumsteht und auch in dieser Zeit Geld kostet und wertvollen Parkplatz wegnimmt. Aber wir haben 5 Kinder und 9 Enkel aktuell- Tendenz zunehmend. Großeinkäufe mit den vorhandenen öffentlichen Verkehrsmitteln? Schwierig. Arztbesuche mit kranken, vielleicht infektiösen Kindern? Schwierig. Und solche Aufgaben mit dem Fahrrad bewältigen ist auch keine Lösung. Welche Lösungen? Öffentlicher Nahverkehr oder Fahrrad, wenn wir nur Wenige sind wäre ok und in den anderen Fällen ein Carsharing-Angebot, das leicht zu erreichen und preiswert ist. Aber in einer Stadt mit 50.000 Einwohnern und Nahverkehr, der zu bestimmten Zeiten kaum fährt ist beides zur Zeit eher illussorisch. Aber da sollte es lang gehen, wenn wir wirkliche Lösungen wollen. Ich wäre über eine solche Lösung heilfroh. Keine großen Investitionen in ein eigenes Auto, kein sinnloser Wertverlust nach wenigen Jahren, keine laufenden hohen Kosten, keine Werkstatt usw. und die Parkplätze könnten endlich sinnvoller genutzt werden. Aber immer, wenn ich eine günstige Alternative zun PKW habe wird diese auch genutzt. Wobei das bei dem aktuellen Angebot manchmal schwer fällt. Wenn ich mit dem Bus in die Stadt 1 km fahre und zahle für die Hinfahrt über 2 € und für die Rückfahrt nochmals wird das private Auto billiger, wenn es sowieso vorhanden ist und auch beim stehen Geld kostet. Da müssen wir noch viel verändern!

2. Büroräume: Wir bauen unsere Innenstädte mit einer Masse an Büroräumen zu für Verwaltungen und andere Bürotätigkeiten. Städte, die aus allen Nähten platzen und permanent steigende Mietpreise. Die Corona-Krise hat ganz besonders gezeigt, dass die gleiche Tätigkeit auch über das Home-Office ausgeübt werden kann, selbst Teile des Unterrichts für ältere Schüler oder ganz besonders im Studium. Warum machen wir das dann nicht immer so? Dann lasst uns das Geld lieber in Wohnräume stecken, in denen eine Home-Office-Tätigkeit auch immer möglich ist, auch wenn die Familie zu Hause ist. Und die dann leer stehenden Gebäude in Bürohäusern und Studieneinrichtungen für die Beseitigung der Wohnungsnot nutzen. Dazu brauchen wir aber auch ein Internet, das überall sicher und schnell dafür ist.

3. Mode: Wir müssen viel Geld für Kleidung ausgeben, die im nächsten Jahr nicht mehr modern ist. Da sind plötzlich zerrissene Jeans modern oder Jacken von Jack Wolfskin usw. Können wir nicht Kleidung anbieten, die langlebig ist? Natürlich soll auch diese gut gestylt und besonders schön sein. Aber diese Verschwendung durch Mode in fast allen Lebensbereichen? Handys, bei denen nicht wie früher der Akku gewechselt werden kann, geplante Obsoleszenz und dieser ganze Mist, der bei uns allen unnötig viel Geld verbrennt.

4. Stellt euch vor, alle Autohersteller weltweit würden plötzlich Forschung gemeinsam machen? Was für ein riesiger Gewinn für uns! Welche Kapazitäten nur dadurch entstehen würden, wenn wir Grenzen zwischen den Unternehmen abreißen würden? Oder wir bauen Autos, die je nach Bedarf umgerüstet werden? Auf einer gemeinsamen Plattform heute ein Cabrio, morgen ein Kombi? Und die benötigten Teile für einen blitzschnellen Wechsel lagern nicht in meinem Keller sondern beim örtlichen Händler wie meine Winterräder. Und werden zum größten Teil auch noch an meinem Wohnort mit modernen Technologien wie 3D-Druck produziert, vielleicht in einem Makerspace? Genial, oder!

5. Stellt euch vor, wir machen endlich weltweit generell gemeinsame Forschung! Und nicht abgeschottet nur das, was Konzernen hohe Gewinne verspricht. Was für ein Forstchritt für die Menschheit. Was könnten wir damit leisten und bewegen?

6. Wer jetzt denkt, Wachstumswende vernichtet Arbeitsplätze denkt falsch und undemokartisch. Arbeitsplätze fallen für den Einzelnen nicht weg, aber sie verändern sich genau so wie die Welt um ihn. Seine Tätigkeit wird sich verändern wie beim Bauern in der Landwirtschaft seit dem 19. Jahrhundert. In einer Demokratie wird jeder gebraucht entsprechend seiner Begabung, seiner Leistungsfähigkeit, seinen Kompetenzen und Möglichkeiten. Sicher werden wir durch den wissenschaftlich-technischen Fortschritt weniger arbeiten müssen - hoffe ich! Na und!  Arbeiten wir halt nur 3 Tage in der Woche 6 Stunden und haben mehr Zeit für Familie und Freizeit. Aber wir sind in einer Demokartie abgesichert und geborgen!

7. Wohnen in einer grünen Welt

Wir betonieren unsere Welt immer mehr ein. Das raubt uns nicht nur landwirtschaftliche Nutzflächen in Größenordnungen sondern schadet auch der Natur, aber auch unserem Allgemeinbefinden. Ein "Weiter so!" macht auch hier keinen Sinn und nicht alle vorgestellten Lösungen sind auch zukunftsfähig. Die Corona-Krise hat uns aufgezeigt, dass wir keine Bürohochhäuser in den Innenstädeten benötigen, um die gestellten Aufgaben zu lösen. Das geht über das Homeoffice oder Internetkonferenzen sogar noch viel besser, da einerseits die Wege zur Arbeit oder den Konferenzen entfallen und zweitens die Menschen sich in ihrer heimischen Umgebeung viel besser fühlen und damit leistungsfähiger sind.
Daher möchte ich hier eine sinnvolle bessere Alternative vorstellen, die ich dem Film "Herr der Ringe" entnommen habe. Hier werden die Grashäuser der Hobbits von New Zeeland genutzt.
Bitte mal das Foto dazu unter folgendem Link öffnen.

Mobirise


Das ist so ein Grashaus der Hobbits. Ist es nicht schön? Natürlich können wir unser neues Haus völlig anders gestalten, aber die Vorteile liegen klar auf der Hand. Klimatisch ist es perfekt: im Sommer kühl ohne Klimaanlage, im Winter angenehm temperiert bei nur geringer Zuheizung.  Wenn es richtig angelegt wurde kann darüber normale Landwirtschaft und Gartenbau betrieben werden und sogar autonom fahrende landwirtschaftlich Roboter im Schwarm das Feld über dem Haus bearbeiten.

Bitte das Foto dazu unter folgendem Link öffnen

Mobirise


Zusätzlich kann die Energie über hoch aufgestellte Solarzellen (damit die Roboter darunter bewegungsfrei arbeiten können)  oder über Flettner-Rotoren erzeugt werden, so dass unser Haus energieautark wird. Und die Solarzellen können unser Regenwasser auffangen.

Das wäre endlich mal Wohnen in einer intakten Natur, oder?

Eine Wachstumswende schadet nur dem Profit Einiger, die an einer gesunden Welt keinerlei Interesse haben! Vergessen wir diese!

Eine Wachstumswende würde unser Leben nicht einschränken, sondern unendlich bereichern. Aber wir müssen es wollen - alle gemeinsam!

Und ich weiß, dass ihr alle noch so unendlich viele gute Ideen dazu habt, aber ihr diese noch nicht umsetzen könnt, weil ihr es alleine nicht schafft. Lasst uns gemeinsam daran aktiv arbeiten! Beteiligt euch an einer weltweit gemeinsamen Denkwerkstatt!

Quellen:

(1) https://www.amazon.com/Wachstumswende-weniger-Probleme-praktische-Lösungen/dp/1514376156

(2) https://www.okv-ev.de/Dokumente/bei%20anderen%20gelesen/Welttreffen%20im%20Vatikan%20-%20Papst%20Franziskus%20-%20Evo%20Morales.pdf