Erfolgreich planen und umsetzen

 

Wer irgendwas erreichen will muss dazu etwas unternehmen, also wie ein Unternehmer. Ein Unternehmer heißt so, weil er kein Unterlasser ist, sondern aktiv etwas unternimmt, um seine Ziele zu erreichen.

 

Aber so mancher hat ein Unternehmen gegründet  mit dem Ziel, in einem halben Jahr reich zu sein oder zumindest Millionär. Aber Viele davon waren dann nach einem halben Jahr insolvent statt reich.

 

Wer erfolgreich sein will muss also das Wissen und Können dazu besitzen.

 

Es ist, wie ich in meinem ersten Video bereits beschrieben habe:

 

wer im Strassenverkehr die Regeln und sein Fahrzeug nicht beherrscht wird ganz schnell schlimme Unfälle bauen. Und genau so ist es im restlichen Leben auch. Wer das Wissen und Können nicht besitzt wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nie erfolgreich werden! Vielleicht macht er eine reiche Erbschaft oder gewinnt im Lotto. Aber solche Zufälle sind erstens ganz selten und die Gewinner können damit meist gar nicht umgehen und werden schnell wieder zu Verlierern.

 

Wer aber das Wissen und Können  besitzt kann genaue und sinnvolle Ziele festlegen und wird diese mit hoher Wahrscheinlichkeit auch erreichen.

 

Die beste Quelle dazu ist wie bei der Erziehung, wenn man sich bei Vorbildern  deren Erfolgsmethoden abschaut und kopiert. Dabei werdet ihr vielleicht bemerken, dass diese Vorbilder Denkwerkzeuge benutzen, die auch in der Vergangenheit zu den Erfolgen geführt haben, die anvisiert wurden. Warum soll denn jetzt Jeder alles neu erfinden? Macht ihr doch auch nicht, wenn ihr euch ein Fahrrad zulegt, oder?

 

Welche Erfolgsmethoden sind das nun?

 

Beim ersten Durchlesen oder Anschauen mag alles noch etwas kompliziert und unverständlich erscheinen. Aber wer notwendigerweise viel mit der Planung von Prozessen in der Gesellschaft oder seiner Firma oder der Planung von Ausbildungen zu tun hat wird ganz schnell die hier benannten Vorteile für sich selbst nutzen wollen. Auch doe Planung des eigenen Lebens wird hier sinnvoll ermöglicht. Gehen wir es an?

 

Ihr habt also ein Ziel wie z.B. die Umgestaltung unserer Gesellschaft nach euren Vorstellungen. Aber wie macht man das?

 

1. ZIMOR ist eine Abkürzung für

 

- Ziel

- Inhalt

- Methode

- Organisation

- Resultats- Zielvergleich

 

Und gehört zu den erfolgreichsten Methoden oder Denkwerkzeugen überhaupt. Damit könnt ihr alles planen, was ihr wollt. Unternehmensführung, Prozessoptimierung, komplexe Computerprogramme planen, technologiscvhe Abläufe oder größere Veranstaltungen, Unterricht, Werbung oder politische Aktionen.

 

Schauen wir es uns etwas genauer an:

 

1.1 Ziel: Das legt ihr selbst fest. Ob ihr euch das Rauchen abgewöhnen wollt, eine Firma gründen oder ihr eine Vereinigung gründen wollt, die für Abrüstung steht. Auch die Erziehung eurer Kinder könnt ihr hier festlegen oder wie ihr an eine neue Freundin kommt.

Wenn das Ziel sehr groß ist müsst ihr es aber in Teilziele unterteilen, die dann wieder nach dem Schema hier weiter bearbeitet werden.

 

1.2 Inhalt: hängt von eurem Ziel ab: Ihr müsst so viel wie möglich Informationen zusammen tragen zu den Zusammenhängen eures Zieles.

Also: wie funktioniert das Rauchen abgewöhnen, wie gründet man eine Firma oder wie gewinnt man das Herz einer schönen Frau?

Inhalt ist also zu vergleichen mit dem Sammeln wichtiger Informationen, die ihr unbedingt als Grundlage eures weiteren Vorgehens benötigt. In der Schule ist z.B. der Inhalt das, was im Lehrplan Mathematik der 8. Klasse steht als Teilziel eurer Schulbildung.

 

1.3 Methoden bzw. mit welchem Verfahren Du Dein Ziel erreichen willst:

 

Aus der Schule kennt ihr verschiedene Methoden oder Verfahren der Wissensaneignung:

 

der Frontaunterricht,

das Praktikum,

das Experimentieren im Labor oder die Schulgartenarbeit

die Leistungskontrolle oder Prüfung

 

Um eine Freundin zu angeln könnt ihr u.a. folgende Methoden verwenden:

 

direkte Ansprache, sie anschreiben, Nutzung von Onlineplattformen, Kontakt über Freunde herstellen usw. Unter google findet ihr viele weitere.

 

Im Firmenvergleich gibt es das Benchmarking.

(www.inventool.de/Tools/130%20Benchmarking%20T.pdf)

 

1.4 Organisation: Ihr habt alles allses zusammengtragen, was ihr wissen müsst, damit ihr jetzt endlich mit der Organisation beginnen könnt.

 

Hier geht es um die ganzen W-Fragen:

 

Wann

Wer

Was

Wo

Wie

Unter Zuhilfenahme welcher Mittel

Usw.

 

Hier wird z.B. also geklärt, wer an dem Prozess alles beteiligt ist, welche Einstellungen diese Personen haben (sind es Feinde oder Partner, wie sind ihre Stärken und Schwächen, Lebenseinstellungen, Motive, Ziele  usw.)

 Hier wird auch der Zeitrahmen abgeklärt, was zu welchem Zusammenhang und wo was wann passiert (auf einem Amt, in der Disko, usw.), welche Methoden verwendet werden usw. Hier wird also die Organisation geplant, nachdem die Ziele, die Inhalte und die Methoden geklärt wurden, die in der Organisation verwendet werden und mit den handelnden Personen, den Örtlichkeiten, den zur Verfügung stehenden Mitteln abgeglichen usw.

 

1.5 Ziel- Resultatsvergleich:

 

Der ist ganz besonders notwendig, um erstens das Ziel überhaupt zu erreichen und nicht zu verfehlen und zweitens Fehler und Abweichungen rechtzeitig zu entdecken.

 

Das Ergebnis wird also mit dem Ziel verglichen. Ziel erreicht ist alles ok.

 

Ziel nicht erreicht geht die Schleife von vorn los (Punkt 8- Ablaufdiagramm):

 

Warum wurde das Ziel nicht erreicht und an welcher Stelle muss nachgebessert werden? Muss das Ziel geändert werden oder wurden im Ablauf von ZIMOR Fehler gemacht?

Neue Zielfestlegung erarbeiten und neuer Durchlauf  für ZIMOR.

 

Damit könnt ihr wie gesagt alles planen, was ihr planen wollt bis hin zum Hausbau oder Planung eurer Werbung für eure Firma u.v.a.m.

 

Ihr müsst nur das notwendige Wissen rechtzeitig zusammen tragen wie z.B.

 

Welche Methoden gibt es denn überhaupt und welche sind für mich sinnvoll?

Wer sind die Beteiligten? Kenne ich die Örtlichkeiten und kenne ich die Mittel alle, die ich einsetzen kann und die Mittel der Konkurrenz oder gar Feinde?

 

2. Strategie und Taktik

 

Dieses Denkwerkzeug wird in der Militärplanung angewandt. Dabei ist die Strategie im Prinzip das zu erreichende Ziel einschließlich der Bestimmung, aus welchem Grund gerade dieses Ziel gewählt wurde und die Taktik ist dann, wann, wo, mit wem, an welchem Ort, unter welchen Bedingungen usw. ich dieses Ziel erreichen will.

 

Hier gibt es also Parallelen zu ZIMOR.

 

 

 

3. Analyse und Synthese

 

Das Denkwerkzeug Analyse und Synthese stammt aus der Philosophie:

 

Zuerst wird bei der Analyse alles in seine Bestandteile zerlegt und betrachtet und in der Synthese wird alles wieder zusammengesetzt und daraus die gewünschten Schlüsse gezogen (wie das Zerlegen und Zusammenbau einer Uhr). Chinesen machen das gern beim Produktklau.

 

Analyse und Synthese werden auch  bei ZIMOR am Anfang eingesetzt, damit man überhaupt die Zusammenhänge verstanden hat und kann mit diesem Wissen dann Ziele und Planung verfolgen.

 

4. Leitfaden "Kritisches Denken" von Dr. Richard Paul und Dr. Linda Elder

 

Hier gibt es vier Denkstile:

 

- das analytisch prüfende Denken

- das multiperspektivische Denken

- das ideologiekritische Denken

- das konstruktive, lösungsorientierte Denken

 

„Kritisch Denkende verschaffen sich Klarheit über aufgeworfene Fragen und die damit verfolgten Absichten. Sie hinterfragen Aussagen, Folgerungen und Standpunkte. Sie streben danach, sich klar, zutreffend, exakt und relevant auszudrücken. Sie schürfen in die Tiefe, gehen logisch vor und bleiben fair. Sie verhalten sich so, wenn sie lesen und schreiben oder wenn sie sprechen und zuhören. In Geschichte, Naturwissenschaften,

Mathematik, Philosophie und Kunst. Im Beruf und in der Freizeit.“

 

Wer besonders wissenschaftlich oder möglichst fehlerfrei planen und  arbeiten will sollte diese Werkzeuge nutzen, um möglichst wenige Denkfehler zu begehen. Darum geht es hier im Kern.

 

5. Business-Plan

 

Viele Unternehmensgründer sehen den Businessplan als notwendiges Übel, um IHK und banken zufrieden zu stellen. Sie sehen es nicht als Werkzeug, um ihr Unternehmen erfolgreich planen und laufen zu lassen.

 

Der Business-Plan besteht normalerweise aus den folgenden Teilen und erinnert damit an ein angepasstes ZIMOR.

 

 

- Profil des Gründers (z.B. fachliche + persönliche Eignung, Zeitbedarf,  

   Familie, Reisebereitschaft, eigenes Fahrzeug u.a.m.)

- Geschäftsidee (Herstellung, Verkauf, Dienstleistung, Franchise usw.)

- Produkt/Dienstleistung

- Markt (wer sind die Kunden, welchen Bedarf haben diese und wie ist die

   Zahlungsfähigkeit)

- Wettbewerbssituation (wer sind die Mitbewerber, wie stark sind sie

   u.a.m.)

- Standort (brauche ich in der Ortsmitte eine teure 1a-Lage oder reicht eine

   Garage am Stadtrand?)

- Marketing und Vertrieb (welche Werbemethoden kann ich nutzen, wer

   verkauft für mich, habe ich Mundpropaganda usw.?)

- Unternehmensorganisation: Unternehmensform:  GmbH, AG, habe ich viele Mitarbeiter und muss in Direktorate, Abteilungen usw. untergliedern, habe ich Außenstellen oder Geschäftspartnerschaften (z.B. Franchise u.a.m.?)

- 3-Jahres-Plan und mögliche Szenarien (beste, schlechteste?)

- Kapitalbedarf und Finanzierung (auch woher?)

- Betriebswirtschaftliche Planrechnung (Break Point)

 

6. Optimierungsmodelle

 

Wenn viele Parameter zusammen kommen wie bei der Entwicklung von Produkten wie z.B. Autos ist es sinnvoll, jedem Parameter einen bestimmten Wert zuzuordnen.

 

Solche Parameter können sein: der Preis, die Kosten, Standort, Materialverfügbarkeit, personelle Verfügbarkeit, Servicefreundlichkeit, Verfügbarkeit des dafür notwendigen Maschinen- und Anlagenparks u.a.m.

 

                                                                                 

 

Je größer die erreichte Fläche ist desto besser das Ergebnis.

 

 

7. Variantenvergleiche

 

Nicht selten ist es bei der Konstruktion von Produkten so, dass hinterher Jemand auf noch einfacherere oder bessere Lösungen gekommen ist. Warum konnten wir das nicht? Meist stehen uns verschiedenste Varianten von möglichen Lösungen zur verfügung. Wir müssen diese nur erst einmal aufstellen, damit wir sie anschließend vergleichen können.

 

Das lässt sich mit der obigen Optimierung gut machen: Beispiel

 

Wir prüfen bei einem Antrieb z.B. diese Optimierung für elektrische, pneumatische, hydraulische oder Antriebe mit Verbrennungsmotor, legen dafür Kennzahlen wie oben fest und finden so schrittweise die günstigste Variante. Im Unternehmensvergleich gibt es auch das Benchmarking u.a..

 

8. Ablaufdiagramme

 

Ablaufdiagramme dienen der Visualisierung von Prozessen und können so einerseits schnell auch andere Zusammenhänge aufzeigen oder eigene Schwachstellen aufdecken.

 

Beispiel Programmierung:

 

                                                                                                      Bildergebnis für Ablaufdiagramm

Mit Ablaufdiagrammen lässen sich jedoch jede Art von Prozess veranschaulichen, also auch politische Planungen, Veranstaltungen, Lehrprozesse, technologische Abläufe usw.

 

9. Weitere

 

Da ich kein Dogmatiker bin verweise ich nur darauf hin, dass es noch eine Unzahl weiterer Denkwerkzeuge gibt. Man sollte sich jedoch auf die beschränken, die für die eigene Situation am Besten geeignet sind und sich dann nicht weiter verzetteln.

 

 

Hier sollte nur ein Einstieg in das Thema erfolgen. Je nach Problem oder Interessenalge kann dann für das tatsächliche Ziel oder die Aufgabe der Ablauf speziell erarbeitet werden oder unter einer Suchmaschine weitere Ergebnisse für dieses Thema ermittelt werden.

 

 

Viel Erfolg bei eurer Planung und Durchführung!

 

Seid Unternehmer in eurer Sache, unternehmt etwas und wartet nicht ab, ob sich was von allein erledigt!

 

Ihr plant eure Zukunft, sonst macht das jemand anderes! Ansonsten liefert ihr euch aber Anderen aus und diese legen eure Zukinft fest!

 

 

 

Quellen u.a. unter:

www.book-writer.de

www.akademie-dz.de

www.psychologie-we.de

www.neurospace.top